Die Einquartierung 2010
Hallo Freunde des bunten Rockes (militärhistorische Truppen),
in Liebertwolkwitz ist wieder vom 15. bis 17. Oktober 2010 Einquartierung nach historischem Vorbild!
Ein Strohsack, Grundverpflegung und ein Dach über dem Kopf werden vom Bürgermeister zugesichert.
Für Betrittene stehen in der Alten Tauchaer Straße 6 wieder Räume, Pferdeboxen in der Scheune sowie Heu und Stroh für die Tiere bereit.
Die Commandantur meldet:
Öffnungszeiten Liebertwolkwitzer Markt so wie in Marktordnung 2010:
(Eintrittszeiten Besucher)
Sonnabend, den 16.10.2010: von 09:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Sonntag, den 17.10.2010: von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Freitag 15. Oktober 2010: ungehinderter Anmarsch zum Billetieramt Liebertwolkwitz, Liebertwolkwitzer Markt 11 und zu den anderen Quartieren.
Wir freuen uns über Euren Besuch in unserem "Dorf im Jahre 1813"
Anfragen:
Da schon viele nachgefragt haben, ob sie nach Wolks kommen können, hier unsere Antwort: "Ja, gern, solange der Platz reicht."
Schickt uns bitte eine kurze formlose Depesche mit:
Truppenname:
Personenzahl:
Wollt Ihr einquartiert werden oder bringt Ihr eigenes Zelt mit:
Besonderheiten, Verschiedenes:
Kontakt:
Die Anfragen bitte per Mail an: militaer@liebertwolkwitz-1813.de
Selbstverständlich gehen alle Anmeldungen auch an die zentrale Erfassung des Verbandes Jahrfeier !
Der Platzmajor
Der Ortsplan:...hier
Die Anfahrt:...hier
Die Draufsicht:... bei Google
Der Zettelkasten:........hier
Die Einquartierung 2009
An alle in "Liebertwolkwitz - einem Dorf im Jahre 1813" Einquartierten
Herzlichen Dank und große Anerkennung für die hohe Disziplin und vorbildliche Ordnung!!
Der alte Liebner hatte keinen Grund zum meckern - machts aber seinem Ruf folgend trotzdem immer wieder ... Der hat auch beim nachträglichen "Rumschnarchen" noch zwei Dinge gefunden - etwas kleines glänzendes und was großes wärmendes. Wer dies vermisst, kann sich gern melden. Der Alte hebt´s für´s nächste Jahr auf. Ansonsten:
Ihr seit herzlich eingeladen, im Oktober 2010 wieder zu kommen. Nicht nur meine Töchter freuen sich schon darauf, unser ganzes ziviles Volk, wie Ihr unten sehen könnt ...
Es lebe unser Churfürst !!
Der alte Pferdner Liebner
Die Einquartierung damals
Einquartierung und Ernährungslage
Schon lange vor der Völkerschlacht hatten die Dörfer rings um Leipzig immer wieder unter wechselnden Einquartierungen zu leiden. Ein Bauer aus Baalsdorf klagt in seinem Brief vom 5. Juli 1812:"Der Hof wurde seit Wochen von Soldaten und ihrem Geschirr nie leer. Mein geerntetes Heu ist hinweggeholt. Sie haben uns schon Korn gehauen und verfüttert. Alles Klagen hilft nichts, es kann uns keiner helfen. Wie sollen wir durch den Winter kommen?"
Quelle: Leipziger Stadtgeschichtliche Forschungen, Band 3, 1953)
Der preußische Landwehrmann Herrmann Eschner beschreibt die Not der Soldaten, die selbst Hunger litten und dadurch gezwungen waren, sich bei den Bauern schadlos zu halten. Doch er tut es nur widerwillig, stammt er doch selbst von einem Bauernhof: "Als es dann nach Sachsen hinein ging, da gab einen großen Hunger, so dass man schon ganz mager war. Wir sahen schon recht aus wie Lumpen. Wo wir den Schein zeigten, dass wir ein Anrecht hätten auf Brot, da war’n sie nicht sehr freundlich, Weil doch die Franzosen schon alles weg gefressen hatten. Die taten gerade so, als ob sie uns nicht verstehen konnten, wo wir doch genau wie sie gut deutsch sprachen. [...] Weil ich aber vom Hof kam, da wusste ich, wo der Michel sein Korn versteckt hatte. Da nützte kein Jammern und Wehklagen. So tat’s mir einerseits leid, weil ich das Wirtschaften auf dem Hof recht kannte. Andererseits: Wenn man im Feld steht, verroht der Mensch und kann einen grässlichen Zorn empfinden, wenn wir doch in unsren Mänteln zitterten und drei Tage nicht zu essen bekommen hatten außer eine Mundvoll Kartoffeln."
(Quelle: Geschichte des Dorfes Ponarth bei Königsberg o. J.)
Die Bilder
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