Das Militär 2011
An alle die in "Liebertwolkwitz - einem Dorf im Jahre 1813" einquartiert waren:
Auch der Interessenverein „ Völkerschlacht bei Leipzig 1813“ e.V., der für den militärischen Teil in Liebertwolkwitz verantwortlich zeichnet, bedankt sich bei allen militärhistorischen Gruppen und Einzelkämpfern für die hervorragende Einsatzbereitschaft und die in jeder Situation gezeigte Disziplin.
Aus Gesprächen mit den verantwortlichen Offizieren und Soldaten geht klar hervor, dass wir „Liebertwolkwitz 1813“ für das nächste Jahr weiterentwickeln, um für 2013 einen für uns unvergesslichen Höhepunkt zu schaffen!
Also Vorschläge her!
Danke
Platzmajor
Anfragen:
Für Nachfragen über Einquartierungen für 2012 schickt uns bitte eine kurze formlose Depesche mit:
Truppenname:
Personenzahl:
Wollt Ihr einquartiert werden oder bringt Ihr eigenes Zelt mit:
Besonderheiten, Verschiedenes:
Kontakt:
Die Anfragen bitte per Mail an: militaer@liebertwolkwitz-1813.de
Der Ortsplan 2011:...hier
Die Anfahrt:...hier
Die Draufsicht:... bei Google
Der Zettelkasten:........hier
Die Einquartierung damals
Einquartierung und Ernährungslage
Schon lange vor der Völkerschlacht hatten die Dörfer rings um Leipzig immer wieder unter wechselnden Einquartierungen zu leiden. Ein Bauer aus Baalsdorf klagt in seinem Brief vom 5. Juli 1812:"Der Hof wurde seit Wochen von Soldaten und ihrem Geschirr nie leer. Mein geerntetes Heu ist hinweggeholt. Sie haben uns schon Korn gehauen und verfüttert. Alles Klagen hilft nichts, es kann uns keiner helfen. Wie sollen wir durch den Winter kommen?"
Quelle: Leipziger Stadtgeschichtliche Forschungen, Band 3, 1953)
Der preußische Landwehrmann Herrmann Eschner beschreibt die Not der Soldaten, die selbst Hunger litten und dadurch gezwungen waren, sich bei den Bauern schadlos zu halten. Doch er tut es nur widerwillig, stammt er doch selbst von einem Bauernhof: "Als es dann nach Sachsen hinein ging, da gab einen großen Hunger, so dass man schon ganz mager war. Wir sahen schon recht aus wie Lumpen. Wo wir den Schein zeigten, dass wir ein Anrecht hätten auf Brot, da war’n sie nicht sehr freundlich, Weil doch die Franzosen schon alles weg gefressen hatten. Die taten gerade so, als ob sie uns nicht verstehen konnten, wo wir doch genau wie sie gut deutsch sprachen. [...] Weil ich aber vom Hof kam, da wusste ich, wo der Michel sein Korn versteckt hatte. Da nützte kein Jammern und Wehklagen. So tat’s mir einerseits leid, weil ich das Wirtschaften auf dem Hof recht kannte. Andererseits: Wenn man im Feld steht, verroht der Mensch und kann einen grässlichen Zorn empfinden, wenn wir doch in unsren Mänteln zitterten und drei Tage nicht zu essen bekommen hatten außer eine Mundvoll Kartoffeln."
(Quelle: Geschichte des Dorfes Ponarth bei Königsberg o. J.)
Wer mehr zum Thema Einquartierung lesen möchte, dem sei das Buch:
"Die Sachsen und Napoleon: ein Stimmungsbild 1806-1813"
Autor Roman Töppel
uneigennützig empfohlen. Es kann auszugsweise oder vielleicht auch vollständig hier unter Googlebooks gelesen werden.
Die Bilder
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